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Sprachen lernen für Kleinkinder – meine 3 Tipps zum spielerischen Lernen

Sprachen lernen für Kleinkinder: Ich finde es immer sehr erstaunlich, wenn ich Kleinkinder treffe, die einigermaßen fließend mehrere Sprachen sprechen können. In Mexiko lernten wir einen Jungen kennen, der mit seinen 3 Jahren bereits Deutsch, Englisch und Spanisch sprechen konnte. Das Ganze gelang ihm mit einer gewissen Leichtigkeit, denn er wurde täglich mit diesen Sprachen konfrontiert. Ob in Büchern, am Bildschirm, spielerisch mit der Nanny oder einfach durch Beobachtung von Alltagssituationen.

Uns hat die Leichtigkeit und die Freude beim Lernen inspiriert und seitdem versuchen wir, unseren Kindern zumindest ein Gefühl für eine Fremdsprache, in unserem Fall die englische Sprache, zu vermitteln. Wie wir hier vorgehen und was wir dafür nutzen, möchte ich euch in diesem Bericht beschreiben.

Sprachen lernen für Kleinkinder mit digitalen Medien

Wie in meinem letzten Artikel zum Medienkonsum geschrieben, nutzen eigentlich alle Kinder bereits irgendwelche Medien. Die Kinder sind von den Bildern fasziniert und werden davon nahezu magisch angezogen. Daher versuchen wir, eben diese sinnvoll zu nutzen. Zum Beispiel schauen wir einen lieblings Disneyfilm wiederholt auf Englisch oder nutzen die kurzen kinderfreundlichen Clips der Internetseite samandmelenglish.com. Das ‚wir‘ ist hier bewusst gesetzt: nur ganz selten lassen wir unsere Kids allein vor dem Bildschirm sitzen, meistens sind wir dabei und kommentieren oder besprechen das Gesehene.

Freunde von uns schauen mit ihren Kindern englische Lieder mit veranschaulichenden Videos oder ähnliches auf YouTube, auch das hat einen hohen Aufforderungscharakter für die Kleinen.

Sam and Mel

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Sprachen lernen für Kleinkinder - Sam and Mel Englisch
Sprachen lernen für Kleinkinder mit Sam and Mel

Aufgrund der pädagogischen Aufbereitung und der Struktur, welche sie bietet, nutzen wir am liebsten die Internetseite samandmelenglish.com. Mit einer Mitgliedschaft erhält man Zugriff auf kindgerechte Lernvideos sowie Zusatzmaterial. Sprachen lernen für Kleinkinder wird so zum Kinderspiel. Für eine 3 Monatige Mitgliedschaft habe ich einen Rabattcode (3MONATESONDERPREIS) für euch, den ihr hier: www.samandmelenglish.com einlösen könnt.

Wir nutzen für unsere noch recht kleinen Kinder (derzeit ca. 3 Jahre und 1,5 Jahre) vor allem die 10 minütigen Lernvideos. In diesen behandeln die beiden Darsteller Sam und Mel kurze alltägliche Situationen auf sehr kinderfreundliche Weise. Es wird vor allem freundlich, einfach und deutlich gesprochen, die Hintergrund- und Farbgestaltung ist unaufgeregt und verschiedene Charaktere und Musik kommen zum Einsatz. Eine Alltagssituation steht jeweils zu Beginn und fünf weitere verschiedene Szenen vertiefen diese oder Teilaspekte davon. Besonders anzumerken ist, dass die Videos ausschließlich in Englisch laufen. Auf eine Übersetzung oder deutsche Erklärung wird ganz bewusst verzichtet. Das Video- bzw. Bildmaterial wird so eingesetzt, dass die Kinder die Situation auch so begreifen können.

Empfohlen wird die Seite für Kinder ab einem Alter von etwa 5 Jahren. In der Tat kann ich mir vorstellen, dass ab diesem Alter das volle Potential der Seite erst richtig genutzt werden kann. Denn zu den Videos gibt es auch noch reichlich Material, welches man sich herunterladen und ausdrucken kann, um das Gelernte weiter zu vertiefen. Dafür sind unsere Kinder aber noch viel zu jung und ich kann noch nicht viel dazu schreiben.

Dennoch finde ich die Seite auch schon für jüngere Kinder geeignet und kann es nur weiterempfehlen. So ist J.J. mal zu ihrem Opa gegangen, als dieser etwas traurig geschaut hat und fragte ihn einfach auf Englisch: „Are you sad?“. Als dieser dann etwas lachen musste meinte sie nur: „Happy!“.

Was uns besonders gut gefällt ist, dass es den Kindern sichtlich Spaß macht, die Videos zu schauen. Auch nach der 10ten Wiederholung haben sie nicht genug davon. Bei unserer älteren Tochter J.J. stellt sich durch diese Wiederholung der gewünschte Lerneffekt ein. Der kleine J.Y. spricht aber noch nicht einmal deutsch und versteht sicher noch nicht alles, was wir mit ihm reden – doch die Lernvideos schaut er ebenso begeistert wie J.J. Wir sind gespannt, wie bzw. ob sich der frühere Start bei J.Y. einmal auswirkt… jetzt lernt er jedenfalls wie seine große Schwester die immer gleich aufgebauten Szenen kennen und weiß ganz genau, wann er begeistert mitklatschen oder sich über Vickey oder JoJo freuen kann. Die erste Übung ist auf YouTube frei verfügbar. Hier könnt ihr es euch einfach mal anschauen.

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Versucht es gerne mal selbst und berichtet in den Kommentaren. Der Rabattcode für eine 3 monatige Mitgliedschaft lautet: 3MONATESONDERPREIS

Mit den Puppen sprechen

Um die Situationen aus den Videos zu vertiefen nutzen wir gerne Puppen bzw. Stofftiere. Wir haben 2 Stoffpuppen, die wir konsequent und ausschließlich Englisch sprechen lassen. Mit diesen greifen wir Worte oder Sätze aus den Lernvideos auf oder führen einfache neue Begriffe anhand konkreter Situationen ein.

Zum Beispiel kommt Vickey manchmal zum Essen vorbei und schaut, was wir auf dem Tisch stehen haben, welche Kleidung wir tragen oder frägt, was wir heute machen. J.J. und J.Y. hinterfragen die sprechenden Puppen nicht, sondern begrüßen sie immer begeistert mit einer Umarmung und antworten mal auf Deutsch, mal auf Englisch. Und wir machen das erst seit 3 Monaten.

Wir wollen mit den so festgelegten Sprachsituationen erreichen, dass die Kinder lernen, im Kopf eine Art Schalter umzulegen und dann die Sprache „switchen“. Kinder nehmen die Sprachen ganz anders wahr und verknüpfen eher Situationen oder auch Charaktere mit einer Sprache. Um eine Sprachverwirrung zu vermeiden ist es daher wichtig, dass die Puppen bei ein und derselben Sprache bleiben. So ist es auch bei Familien, in denen Kinder von vornherein zweisprachig großgezogen werden, z. B. spricht der eine Elternteil immer Englisch und der andere immer Deutsch mit dem Nachwuchs.

Englische Bücher

Es müssen nicht immer Bildschirmmedien sein – man kann mit dem Kind auch das ein oder andere englische Bilderbuch schauen. Natürlich empfehlen sich am Anfang ganz einfache Bücher oder auch Bilderwörterbücher. Das machen wir auch von Zeit zu Zeit und sind selbst froh, wenn wir die richtigen englischen Begriffe zu den Bildern ablesen können – wie gesagt sind wir keine Muttersprachler. Vor allem deswegen greifen wir sehr gerne auf die Lernvideos zurück, denn auch wir haben ein paar Hemmungen, einfach in der Fremdsprache drauf los zu sprechen.

Fazit

Das schönste an den verschiedenen Wegen, die wir nutzen ist, dass man sie alle super kombinieren und in den Alltag integrieren kann. Wir haben ein deutlich besseres Gefühl, wenn sich die Kids am Handy oder TV englische Videos anschauen und dabei ganz nebenbei etwas lernen. Unsere Erfahrung zeigt, dass sie wirklich etwas davon behalten und Spaß daran haben.

Habt ihr auch Lust bekommen, mit euren Kindern eine zweite Sprache zu lernen? Ich freue mich über eure Erfahrungsberichte in den Kommentaren.

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2 Antworten auf „Sprachen lernen für Kleinkinder – meine 3 Tipps zum spielerischen Lernen“

Hi Maximilian,

ich finde es toll, wenn Kinder schon früh eine neue Sprache kennenlernen… Denn in so jungen Jahren fällt es ihnen ja besonders leicht. Der Kinderarzt meines Neffen hat gesagt Kinder haben die Kapazität bis zu 5 (!!!) Sprachen zu lernen… Früher dachte man ja sie kommen durcheinander 🙂 Heute weiss man glücklicherweise mehr.

Unser Sohne wächst neben deutsch auch mit englisch und portugiesisch auf.

LG Jasmin von https://frauentalk.net/

Hi Jasmin,

Wow sogar mit 3 Sprachen. Es ist schon echt faszinierend, was in diese Köpfe so alles reinpasst. Wie geht ihr beim sprachen lernen vor? Mixt ihr die Sprachen kunterbunt oder spricht z.B. der Papa nur englisch und die Mama Portugiesisch?

LG
Maximilian

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