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Sonnenschutz bei Baby und Kleinkind

Endlich ist wieder Sommer und wir können draußen die Sonne genießen. Während ich früher einfach raus bin und den ganzen Tag gedankenlos ohne Sonnenschutz auf dem Beachvolleyballplatz verbracht habe, sieht das heute etwas anders aus. Mit zwei Kleinkindern ist man doch deutlich vorsichtiger. Die Haut der Kinder ist noch viel dünner als die eines Erwachsenen und braucht daher besonderen Schutz. Es wird sogar empfohlen, Kinder bis zu einem Jahr einfach keiner starken Sonnenstrahlung auszusetzen und sie möglichst im Schatten zu halten – auch deswegen werden die Kleinsten übrigens mit Vitamin D versorgt.

Wie gewährleisten wir den Sonnenschutz unserer Kinder?

1. Kleidung

Wenn es die Temperaturen im Sommer noch zulassen, ziehen wir den Kids leichte, locker anliegende Kleidung an. Im Idealfall haben die Sachen lange Ärmel und Beine. Dazu gibt es einen Sonnenhut und das Outfit ist komplett. Die Haut, die jetzt noch sichtbar ist, z. B. an den Händen, kann mit Sonnencreme eingecremt werden.

Gut zu wissen: Baumwollkleidung bietet umso mehr Schutz, je dunkler das Oberteil ist. Ein schwarzes Baumwolloberteil absorbiert etwa 97 % der UV Strahlung, ein weißes etwa 60%. Nasse Baumwollkleidung verliert einen großen Teil des UV Schutzes. So bietet ein weißes T-Shirt, das Feuchtigkeit aufgenommen hat, gerade noch einen UV Schutz von 10-15 %.

Wir haben für unsere Kinder von Beginn an Schwimm-shirts aus Kunstfasern gekauft, die langärmlig und hochgeschlossen geschnitten und mit einem UV-Schutzfaktor von 50 gekennzeichnet sind. Auch im Wasser sind unsere Kleinen so bestens “protected”.

Nicht nur beim Baden gilt es auf den Sonnenschutz zu achten. Sondern natürlich auch beim Wandern. Hier gelten natürlich die selben Regeln. Ich habe hierzu auch mal einen Beitrag geschrieben: Wandern mit Kleinkind – Was packe ich in meine Kraxe

2. Sonnenschirm

Auch beim Kauf eines Sonnenschirms sollte man bezüglich der Strahlungsdurchlässigkeit genauer schauen. Viele Sonnenschirme absorbieren gerade mal 25 % der Sonnenstrahlung. Sinnvoll erscheint mir eine Anschaffung aber erst ab etwa 50%. Allerdings sollte man weiterhin auf einen zusätzlichen Sonnenschutz achten. Gleiches gilt natürlich für Strandmuscheln oder andere Schattenspender.

Der Nachteil von Sonnenschirm o. ä. ist natürlich, dass man an den Schattenort gebunden ist – je nachdem, wie mobil die Kinder sind, kann das mehr oder weniger hilfreich sein.

3. Sonnencreme

Bei Säuglingen sollte man auf Sonnencreme verzichten und eher bei den leichten Klamotten und im Schatten bleiben. Die Creme macht es dem Baby schwer zu schwitzen, da die Schweißdrüsen verstopft werden. Somit entsteht kein natürlicher Kühlungseffekt.

Bei Kleinkindern ist das dann schon was anderes. Sie toben viel herum und das am liebsten nackig. Da kommt man um die Sonnencreme eh nicht mehr drum rum.

Ich möchte hier keinen Beitrag zur Wahl der Sonnencreme schreiben, das ist ein Thema für sich. Wir achten darauf, dass die Creme frei von Parfüm, Farbstoffen und Konservierungsstoffen ist. Zudem gibt es für die Kinder Sonnencreme mit einem Sonnenschutz-Faktor von 50 und mit einem Schutz vor UV-A und UV-B Strahlung.

Sonnenbrand, Sonnenstich oder Hitzschlag

Hat man es doch mal nicht geschafft auf einen entsprechenden Schutz zu achten und es kommt zu einem Sonnenbrand oder sogar zu einem Sonnenstich, folgen wir z. B. den nützlichen Tipps des Ratgebers der Shop Apotheke zum Thema Sonnenschutz für Babys, Kinder vor Sonne schützen:

In erster Linie sollte man bei einem Sonnenbrand die Stelle vorsichtig (!) kühlen und sicherstellen, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Sind sogar Blasen auf der Haut entstanden sollte man einen Arzt aufsuchen.

Ein Sonnenstich ist bei einem Baby oder Kleinkind nicht zu unterschätzen. Bei einem Sonnenstich handelt es sich um eine entzündliche Reaktion des Gehirns und diese entsteht unter einer längeren Einwirkung der Sonne auf den ungeschützten Kopf. Bei Babys, bei denen die Fontanelle noch geöffnet ist, besteht eine weit höhere Gefahr für einen Sonnenstich.

Typische Symptome eines Sonnenstichs sind:

  • geröteter und erhitzter Kopf
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Kreislaufstörungen und Schwindel
  • leichtes Fieber

Noch schlimmer ist der Hitzschlag. Dieser hat dieselben Symptome wie ein Sonnenstich, ist aber nochmal gefährlicher. Es ist nicht nur der Kopf, sondern der gesamte Körper betroffen und stark überhitzt. Weiter können Atembeschwerden, Krämpfe und Ohnmachtsanfälle hinzukommen.

Hat das Kind deutliche Symptome eines Sonnenstichs oder Hitzschlag, muss es aus der Sonne genommen und im Idealfall ein Arzt gerufen werden. Sicher ist sicher. Das A und O ist natürlich auch hier wieder: Trinken, Trinken, Trinken.

Mit dem richtigen Sonnenschutz kann man den Sommer aber bedenkenlos genießen. Also bleibt mir an dieser Stelle nichts mehr übrig als euch einen schönen Sommer zu wünschen! Genießt die Zeit im Schwimmbad oder am See mit einem leckeren Eis in der Hand. 🙂

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2 Antworten auf „Sonnenschutz bei Baby und Kleinkind“

So ein wichtiges Thema, vielen Dank für die vielen Infos!
Wir achten bei unseren Kindern noch darauf, dass es mineralische Sonnencremes sind. Sehen dann zwar immer aus wie Schneemänner, aber safety first. 🙂

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