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Papa Momente

Schlitten-/ Bob-empfehlung für Kleinkinder

Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus. Die Welt, die Welt sieht nun anders aus …

Aktuell liegt ja fast überall Schnee, sodass man mit dem Nachwuchs nichts wie hinaus in die weiße Pracht stürzen möchte. Die spontanen Schneegenießer schauen sich nun kurzfristig nach einem geeigneten Schlitten für die erste Abfahrt um. Oder man ist so wie ich und freut sich schon im Sommer darauf den Schlitten bzw. Bob aus dem Keller zu holen um mit seinem Kind die Rodelhänge unsicher zu machen.

Wenn man nicht noch sein eigenes Gefährt im Keller hat, gilt es erstmal einen neuen Schlitten, Bob oder sonst was zu kaufen. Die Auswahl ist aber auch hier mal wieder riesengroß und nicht alle Bobs sind für Kleinkinder gleichermaßen geeignet. Ihr habt keine Lust euch durch das große Sortiment zu arbeiten um dann festzustellen, dass ihr den Falschen gekauft habt? Dann lest hier meine Überlegungen zum Schlittenvergleich.

1. Holzschlitten

Der Holzschlitten ist natürlich der absolute Klassiker und auf jedem Schlittenberg zu finden. Es gibt sie mit bequemer Rückenlehne und Fußsack oder einfach ganz klassisch ohne viel Schnick-Schnack.

Solltet ihr in die Berge gehen um ein wenig zu Wandern und anschließend den Wanderweg runter zu rodeln, gibt es die Option einen Schlitten mit einer Lehne zu kaufen. So kann das Kind auf dem Schlitten sitzen und es sich bequem machen. Aber Achtung an einen solchen Luxus kann sich schnell gewöhnt werden. Habt ihr so wie ich keine Lust den Schlitten samt Kind den Berg hoch zu ziehen und wollt, dass sich euer Kind selbst bewegt, würde ich auf diesen Luxus daher lieber verzichten.

Am Schlittenberg selbst, braucht es das meiner Meinung nach eh nicht. Ist das Kind noch zu jung um stabil zu sitzen, hat es auf dem Schlitten alleine nichts zu suchen oder wird liegend durch den Park gezogen. Geht es ans Rodeln, dann muss eh jemand mit dem Zwerg zusammen fahren.

Es gibt sogar Schlitten bei denen man die Kinder anschnallen kann. Von der Option halte ich persönlich absolut nichts. Ich finde es sogar gefährlicher. Sollte es zu einem Sturz kommen wäre ich erleichtert, wenn mein Kind vom Schlitten fällt und der Schlitten sich OHNE Kind noch überschlägt.

Vorteil: man kann mit dem Kind zusammen die Hänge runter fahren und somit die Geschwindigkeit und natürlich die Richtung kontrollieren. Zudem kann man sich auch an etwas längere Hänge wagen und hat auch als Elternteil seinen Spaß.

Nachteil: das hohe Gewicht und die Größe

2. Schneerutscher

Auch ein Klassiker und durch seine geringen Kosten, kleine Größe sowie Gewicht (manche wiegen nur 150 g) schnell mitgenommen. Damit können sogar schon die ganz kleinen Laufanfänger alleine den Hügel hoch laufen. Kosten sind vernachlässigbar und für das wenige Geld bekommt man einen Haufen Spaß.

Ein Nachteil ist, dass der gewählte Hügel schon etwas platt gefahren sein sollte. Mit ganz frischem Schnee kommt man erstmal nicht so richtig vom Fleck. Wenn aber die Bahn erstmal präpariert ist, kann es losgehen. Weiterhin kann man auf dem Schneerutscher i.d.R. nicht gut zu zweit fahren, das Kind muss also alleine den Hügel hinunter. Dazu braucht es beim Kleinkind aber schon ein gewisses Körpergefühl, um die Füße in der Luft zu halten.

Als sich J.J. letztens mit 21 Monaten mal einen ausgeliehen hatte, ging es solala. Ich glaube aber, dass sie mit ein bisschen Übung den Dreh schnell raus hat.

Vorteil: Geringe Kosten, Platzsparend, geringes Gewicht

Nachteil: Zu zweit Fahren geht eher schlecht, für Kleinkinder nicht ganz so einfach (Füße oben halten)

3. Zipfelbob

Als ich Kind war, war der Zipfelbob immer meine erste Wahl. Auch J.J. ist ihre erste Abfahrt mit einem Zipfelbob angetreten. Zu meiner Überraschung ging das direkt Problemlos. Draufsetzen, Füße hoch und festhalten waren meine Anweisungen, welche sie direkt ausführen konnte. Danach ging es mit Jauchzen den Hügel hinab.

Der Zipfelbob hat mich bis in mein Erwachsenenalter begleitet und jede Menge Spaß bereitet. Gefühlt ist das Teil unkaputtbar. Außerdem kann man durch Körpereinsatz recht gut lenken und bremsen. Im Falle eines Sturzes ist das Absteigen leicht und kann Verletzungen vorbeugen.

Vorteil: Langlebig, nicht zu schwer, Spaß für Groß und Klein

Nachteil: Bahn sollte platt gewalzt sein, zu Zweit geht nicht so gut

4. Lenkbob

Lenkbobs sind meiner Meinung nach Geldverschwendung. Ein Haufen Plastik, welches meist früher oder später kaputt geht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie den anderen Kindern am Schlittenhang die Plastikschüsseln bei den kleinsten Sprüngen unterm Popo gerissen sind oder die Lenkung versagte.

Vorteil: Natürlich machen die Dinger auch Spaß

Nachteil: Langlebigkeit ist nicht so wie bei Schlitten oder Zipfelbob gegeben.

5. Zusammenfassung

In der nachstehenden Tabelle könnt ihr meine persönliche Einschätzung zu den einzelnen Optionen zusammengefasst sehen.

LanglebigkeitGewichtLeicht zu fahrenZu zweit fahrbarPreis/Leistung
Holzschlitten+++++++++++
Schneerutscher++++++++
Zipfelbob++++++++
Lenkbob+++++

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