Kategorien
Familienleben

Kurzurlaub November 20

Seit langem waren wir wieder über ein verlängertes Wochenende in einem unserer Lieblingshotels in den Alpen. Ich habe meiner Frau zu ihrem Geburtstag 2 Nächte in unserer Hochzeitssuite gebucht. Nach unseren beengten Erfahrungen vom Sommer in nur einem Hotelzimmer war die Vorfreude auf das 3-Zimmer-Chalet riesengroß.

Freitag:

Nach der Krippe ging es gegen 15:00 Uhr los. Das Auto war gepackt und wir machten uns bei bewölktem Wetter auf den Weg in unser wohl verdientes Wellnesswochenende. Angekommen, packten wir erstmal alles aus und gingen dann mit J. J. auf kleine Hotel-Entdeckungstour. Es hat ihr sichtlich gefallen, sie kam gar nicht mehr aus dem Staunen raus. Während man zu Hause schauen muss wie man J. J. beschäftigt und bei Laune hält, fällt dies in einer neuen Umgebung deutlich leichter. Alleine das ist schon eine Entlastung für uns Eltern. Schon der Balkon hat es ihr total angetan und sie lief eine gefühlte Ewigkeit auf und ab. Danach gab es Abendessen und für J. J. ging es ab ins Bett.

J. J. liebt es über die Holzbalken zu laufen

Das Einschlafen lief in der neuen Umgebung nicht so gut wie gewohnt. Vielleicht hat sie gemerkt, dass Mama & Papa noch den Whirlpool genießen wollen. Am Ende war aber wieder alles gut und sie schlief dann doch noch ein.

Samstag:

Am Samstag war eigentlich eine kleine Bergtour geplant, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen begaben wir uns auf einen kleinen Einkaufsbummel in Bad-Tölz.

Nachmittags durfte es sich meine Frau im Zimmer gemütlich machen und ein wenig entspannen. In der Zeit genossen J. J. und ich das Regenwetter bei einem kleinen Spaziergang mit anschließendem Matschen im hoteleigenen Sandkasten.

Reichlich Auswahl an Spielsachen im Sandkasten

Der Sandkasten hatte, wie auf dem Bild zu sehen, reichlich Spielzeug zu bieten. Langeweile ist hier nicht zu erwarten. Am liebsten wäre sie ewig dort geblieben, auch weil ich sie natürlich klamottentechnisch vorbildlich ausgestattet habe. Nach 2 Stunden war mir allerdings dank meiner schlechten Ausstattung zu kalt und wir mussten uns im Chalet wieder aufwärmen.

Nur dank einem Aushang im Hotel wurden wir an die anstehende Zeitumstellung erinnert. Aus Anpassungsgründen durfte J. J. länger aufbleiben, mit der Hoffnung, sie würde entsprechend länger schlafen.

Sonntag:

In der Früh war J. J. natürlich zur alten Zeit wach. Also für uns eine Stunde zu früh. Ich schaffte es, sie noch für ca. eine halbe Stunde in ihrem Kinderbett zu halten. Dann wurde der Hunger aber zu groß und wir mussten aufstehen, J. J. etwas zu knabbern geben und schon mal ein wenig packen, bis wir uns dann um 8 Uhr an das Frühstücksbuffet ran machen konnten. J. J. schlang den Vanillejoghurt mit Früchten und Müsli nur so weg und hatte dann, wie sich zeigen sollte, reichlich Energie.

Nach dem schlechten Wetter am Vortag hatte der Sonntag weit mehr zu bieten. Der wolkenlose, blaue Himmel schrie förmlich nach einer Bergtour.

Um 11 Uhr checkten wir aus und machten uns auf den Weg zum Einstieg unserer kleinen Bergtour mit grob 400 Höhenmeter. Vor Ort packten wir die Kraxe und los ging es.

Was man in eine Kraxe packt könnt ihr übrigens hier nachlesen: Wandern mit Kleinkind, was packe ich in die Kraxe?

J. J. fühlt sich in der Kraxe recht wohl und wir können gut Touren mit ihr machen. Heute aber ist sie irgendwie hibbelig und beschwert sich viel. Als ich nach rund 100 Höhenmeter keine Lust mehr auf ihren Protest an meinem Ohr habe, frage ich sie ob sie denn selbst laufen möchte. Als Antwort bekomme ich ein klares: „Ja!“. Kaum ist sie aus der Kraxe raus, schnappt sie sich einen Wanderstock von meiner Frau und marschiert los. Wir können beide unseren Augen nicht so recht trauen. Für ein Kleinkind ist der Weg wirklich Steil und für die kleinen Füße recht verblockt. Aber J. J. lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und setzt einen Fuß vor den anderen. Bei zu hohen Stufen und anderen anspruchsvollen Stellen helfen wir ihr spielerisch, aber sonst läuft sie komplett alleine. Mama & Papa sind richtig stolz auf die kleine Gipfelstürmerin.

J. J. unsere Gipfelstürmerin

Nach ungefähr 100 Höhenmetern war dann aber die Luft raus. J. J. legte sich einfach auf den Boden, streckte alle viere von sich und genoss eine verdiente Brotzeit.

Nach dem anstrengenden Anstieg gibt es erstmal eine Pause

Ich durfte sie für die restliche Tour dann problemlos in der Kraxe tragen, in der sie dann schließlich beim Bergabgehen einschlief. Unten angekommen, tauchen wir noch kurz unsere Füße in die kalte Isar und machten uns dann auf den Heimweg.

Dank der kleinen Wanderung war J. J. so kaputt, dass sie auf Montag richtig lange schlief und damit auch die Zeitumstellung abgeschlossen war. Mit voller Energie konnten wir drei in die neue Woche starten.

Teile den Beitrag oder Abonniere mich unter Kontakt

Eine Antwort auf „Kurzurlaub November 20“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.