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Familienleben

Ich bin jetzt eine „Große Schwester“

Die Geburt von J.Y. ist jetzt schon wieder fast 3 Monate her und wir haben uns schon sehr gut mit ihm eingespielt. Auch J.J. hat ihren Bruder akzeptiert und in ihr Herz geschlossen. Natürlich war es für sie am schwierigsten, damit klar zu kommen.

Große Schwester sein ist nicht immer leicht

Dass sie plötzlich die „große Schwester“ ist, musste sie erstmal verkraften. Daher haben wir versucht, ihr den Start als große Schwester so leicht wie möglich zu machen:

  1. J.J. wurde ein wenig darauf vorbereitet. Immer wieder hat sie den Bauch von Mama gestreichelt und mit ihm ein High Five gemacht. Auch in der Kita haben die Betreuerinnen J.J. mit Büchern erklärt, was da auf sie zukommt.
  2. J.Y. hat ein Begrüßungsgeschenk für J.J. mitgebracht. Es war zwar nur ein kleines Stück Schokolade, aber sie kommt halt nach ihrer Mama und fand es richtig klasse. Leider hat es auch ihr Verlangen nach Schokolade weiter angekurbelt…
  3. So weit wie möglich haben wir Eltern uns viel Zeit für sie genommen. J.Y. lief vor allem am Anfang eher nebenher, zum Glück hat er auch entsprechend gut mitgemacht und viel geschlafen. Inzwischen fordert er ein wenig mehr Aufmerksamkeit, aber wir legen ihn immer wieder weg, um mit J.J. zu spielen, oder setzen uns mit ihm auf dem Arm zu Jana und er darf zusehen.
  4. J.J. darf bei fast allem was J.Y. betrifft helfen, sei es beim Wickeln die Knöpfe zu öffnen, die Tücher zu reichen und den Puder zu klopfen, beim Füttern den Deckel der Flasche abzunehmen und J.Y. damit füttern oder beim Bäuerchen auf den Rücken von J.Y. zu klopfen. Und wenn J.Y. weint, darf sie den Schnuller oder das Schmusetuch holen.

Selbstwirksamkeit erleben

Viel mehr machen wir eigentlich schon gar nicht, aber gerade die häufigen kleinen Hilfen, die J.J. uns leistet, lassen sie Selbstwirksamkeit erleben und sie genießt sicherlich auch, dass wir uns dafür jedes Mal bedanken und sie loben. Trotzdem leidet J.Y. das ein oder andere mal unter Eifersüchteleien von seiner Schwester, in welchen sie ihren kleinen Bruder kratzt oder auch mal schlägt. Hier kassiert sie dann schon den ein oder anderen Ärger, das gehört leider einfach dazu.

Darüber habe ich auch schon in einem anderen Artikel etwas geschrieben: Hilfe mein Kind schlägt

Große Schwester passt auf ihren Bruder auf

Dass sie die Große ist, zeigt sie aktuell auch immer häufiger, wenn es um das Aufpassen geht. Sie schaut schon ganz genau, wer J.Y. auf den Arm bekommt. Da kann es auch gut mal passieren, dass sie lautstark protestiert. Dann darf der Besuch, zum Leidwesen von uns Eltern, J.Y. nicht abnehmen. Ich finde aber, dass das gut nachvollziehbar ist. Zumal J.J. den ein oder anderen nur sehr flüchtig kennt. Sobald sie aber Vertrauen zu der Person aufgebaut hat, funktioniert es und J.Y. darf übergeben werden.

Nicht nur einseitiger Ärger

Während zu Beginn eigentlich immer nur J.J. Ärger bekommen hat, weil sie ihren Bruder gekratzt oder geschlagen hat, beginnt sich das Blatt auch langsam ein wenig zu wenden. J.Y. darf natürlich auch nicht an den Haaren ziehen oder kratzen. Natürlich passiert das J.Y. komplett unwillentlich, sodass wir ihm keine bösen Absichten unterstellen können, J.J. sieht das etwas anders. Wenn J.J. dabei ist, sagen wir zu ihm, dass er das nicht darf. J.J. schimpft dann auch kurz und sagt „Nein!“. Wir nehmen J.Y. ggf. aus der Situation raus und gut ist es. Ich glaube es tut J.J. gut, wenn sie sieht, dass für ihren Bruder die gleichen Regeln gelten wie für sie auch. Als Eltern fühlen wir uns dabei zwar schon manchmal etwas albern, aber wir hoffen, dass wir J.J. damit fair behandeln.

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