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Familienleben

Die ersten Tage zu viert

J.Y. ist inzwischen ca. zwei Woche alt und seit 14 Tagen hier in unserem Zuhause angekommen. Wie das mit Neugeborenen so ist, liefen die ersten Nächte bisher eher durchwachsen. Dafür hat er dann aber den ganzen Tag geschlafen. Anders als erwartet, haben wir für J.J. viel mehr Zeit. Tatsächlich läuft der Kleine aktuell so nebenbei mit. Was aber auch sehr gut funktioniert.

Gut für J.J., so kann sie weiter die volle Aufmerksamkeit für sich genießen und dominiert weiterhin unseren Familienalltag.

Schlecht für uns, wir haben keine Pausen mehr und Schlaf wird zur Mangelware. So ist das halt ab jetzt. So war es bei J.J. und 1000 anderen Kindern bisher auch.

Wie hat J.J. den Neuankömmling aufgenommen?

Bisher hat J.J. unseren neuen Zwerg super gut aufgenommen. Ob die Schokolade die ihr Bruder für sie mitgebracht hat hierbei eine Rolle spielt kann ich nicht sagen.. Schon in der Krippe ist den Betreuerinnen ein hohes Maß an Empathie aufgefallen, dies spiegelt sich jetzt mit J.Y. wieder.

Endlich hab ich jemanden zum Kuscheln, der nicht weglaufen kann 😀

Sie umarmt, gibt Bussis, hilft beim An- und Ausziehen, holt ein Schmusetuch oder stopft den Schnuller (so „feinmotorisch“ wie sie halt kann) in den Mund. Sie versucht alles, was sie kennt und als gut empfindet, um ihren kleinen Bruder zu beruhigen oder ihm Gutes zu tun. Es ist schön zu beobachten, wie sie ihren Bruder ins Herz schließt. Sie möchte ihn am liebsten alle Spielsachen zeigen und auch mit ihm spielen. Dass er das alles noch nicht kann, juckt sie nicht die Bohne. Hauptsache er ist dabei und schaut zu.

Als ich J.Y. letztens in J.J.‘s Bett legen wollte, damit wir besser spielen können, war dann aber Schluss mit Lustig. Es gibt ganz klar Grenzen, und das Bett gehört definitiv dazu. Auch der Kinderwagen ist von J.J. beschlagnahmt. Den teilt sie genauso ungern wie ihr Bett. Wir konnten uns aber zum Glück auf einen Kompromiss einigen: J.Y. liegt mit seinem Köpfchen vorne auf Anschlag in seiner Trage im Wagen und J.J. darf am Fußende der Trage sitzen. Für kurze Strecken ist das aktuell absolut OK. Für lange Strecken müssen wir uns dann was überlegen. Da wird es im Frühling dann wohl einen Zweisitzer geben.

Zu zweit macht Wickeln gleich viel mehr Spaß

Dafür teilt sie sich liebend gerne den Wickeltisch mit J.Y. Plötzlich ist Wickeln mit J.J. kein Machtkampf mehr. Nein, es macht ihr sogar Spaß neben ihrem Bruder zu liegen und gleichzeitig gewickelt zu werden. Wir Eltern können uns auch ein Spiel daraus machen und es entsteht ein kleines Wettrennen, wer zuerst fertig ist. Nicht ganz fair, weil J.J. echt gut kooperieren kann und gut mithilft – wenn sie will. Auf jeden Fall ist der kleine Bruder praktisch und an der einen oder anderen Stelle ein kleines Vorbild für J.J.

Auf der anderen Seite bringt J.J. auch ihm schon ein paar Dinge bei. Wir haben bei J.J. mit Zeichensprache gearbeitet und „Bitte“ ist ein Zeichen welches wir als sehr wichtig empfinden. J.J. klatscht dafür zweimal in die Hände. Wenn J.Y. nun weint (Wobei es eigentlich gar keine Rolle spielt ob er weint, lacht oder schläft) geht sie zu ihm und frägt ob er seinen Nuller (=Schnuller) haben möchte. Da er nicht antworten kann, nimmt sie seine Hände und führt für ihn das „Bitte-Klatschen“ aus. Erst dann bekommt er seinen Nuller liebevoll in den Mund gestopft.  

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