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Familienleben

Der Countdown: 4 Wochen

Bevor unsere erste Tochter geboren wurde habe ich schon gesagt, dass ich einen Blog schreiben möchte, in dem ich die Sicht des Vaters beschreibe. Naja daraus wurde am Ende nichts. Ich war viel zu sehr damit beschäftigt meinen Sport nachzugehen und kam gar nicht dazu mich mit der Thematik „Bloggen“ auseinanderzusetzen.

Heute haben wir Coronavirus und ein Kleinkind das mich vom Sport abhält. Plötzlich habe ich Zeit. Zudem ist meine Frau wieder am Ende der Schwangerschaft und es sind noch knapp 4 Wochen bis zur Geburt. Also ran an den Laptop, eine Domain erstellt, Server aufgesetzt, WordPress installiert und losgetippt.

4 Wochen! Langsam kommt die Nervosität

Der Countdown

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Wenn man so dasitzt und überlegt wie es bei der ersten Schwangerschaft war, bin ich heute deutlich entspannter was die Geburt und Aufgaben mit Säugling angeht. Und trotzdem bin ich langsam nervös. Wie wird die Kleine alias J. J. (englisch ausgesprochen) unseren Nachwuchs aufnehmen? Wie managen wir die Betreuung von ihr während wir im Krankenhaus sind? Wie viel Zeit bleibt noch für uns? Und so weiter.

Wie wird J. J. den Nachwuchs aufnehmen?

Zu dem Thema haben meine Frau und ich inzwischen viel gelesen. Wir werden versuchen die Tipps so gut es geht umzusetzen. Also J. J. auf die anstehende familiäre Veränderung aufmerksam machen und ihr versuchen die Situation spielerisch beizubringen. Wenn wir nach Hause kommen wird sie zuerst begrüßt und man geht mit ihr spielen und schenkt ihr ihre verdiente Aufmerksamkeit. Im Idealfall schaffen wir es ihre gewöhnlichen Abläufe beizubehalten und sie nicht zu sehr aus ihrem Alltag zu reißen. Wir werden es versuchen und später berichten.

Zum Glück ist J. J. ein sehr empathischer Mensch. Sobald ein Kind weint möchte sie so gut sie kann helfen. Sie macht „Ei-Ei“ und versucht mit aller Gewalt den Schnuller in den Mund zu stecken. Wir hoffen einfach, dass sie das bei ihrem Bruder dann auch so gerne und gut macht wie bei fremden Kindern im Park.

Wie managen wir die Betreuung von ihr während wir im Krankenhaus sind?

OK hier haben wir einen super Schlachtplan ausgearbeitet. Wir haben Glück und die Eltern meiner Frau sind bereits in Rente, können sehr gut mit J. J. und wohnen „nur“ 20 – 30 Minuten mit dem Auto entfernt. Das heißt es gilt eigentlich nur die 20 – 30 Minuten zu überbrücken. Sollte die Geburt, so wie beim letzten Mal, recht langsam losgehen können wir die Eltern anrufen, warten und dann ab ins Krankenhaus. So weit so gut.

Was aber wenn es schnell gehen muss?

Auch darauf sind wir vorbereitet. Es gibt 3 verschiedene Ausgangssituationen.

  1. Es ist mitten in der Nacht

In diesem Fall können wir unsere Nachbarn wachklingeln oder anrufen, sie kommen zu uns rüber und schlafen auf der Couch erstmal weiter. Parallel werden die Eltern wieder kontaktiert und die machen dann die Wachablöse.

  1. J. J. ist in der Krippe

Auch der Fall ist leicht gelöst. Eltern kommen und holen J. J. aus der Krippe ab, haben einen schönen Tag mit ihr und bringen sie ins Bett. Je nach Dauer der Geburt können sie J. J. am nächsten Tag wieder in die Krippe bringen. Oder ich bin wieder zu Hause und bringe sie in die Krippe.

  1. J. J. ist nicht in der Krippe

Gar nicht so anders wie Punkt 2. Nur dass die Übergabe vor dem Krankenhaus erfolgt.

Versorgung für J. J. ist also schon mal sichergestellt. Versorgung meiner Frau? Da machen wir es so wie beim letzten Mal. Sollte es losgehen und ich bin in der Arbeit fahre ich so schnell es geht nach Hause und dann geht es ab ins Krankenhaus. Alternativ gibt es das Taxi. Die Nummer für das Taxi pinne ich noch an den Kühlschrank damit meine Frau im „Hilfe-Ich-bekomme-mein-Kind-Modus“ nicht mehr die Nummer erst raussuchen muss.

Ja ganz ohne Hilfe geht es leider nicht und wir sind heil froh, dass wir die Hilfe auch bekommen. Vor allem weil durch die aktuelle Coronasituation nur ich mit in das Krankenhaus darf. Wie machen das Eltern die keine Hilfe in Anspruch nehmen können? Schreib es gerne in die Kommentare.

Wie viel Zeit bleibt noch für uns?

Natürlich wird es am Anfang wieder schwierig, für sich selbst da zu sein und damit auch für den Partner. Mit J. J. hatten wir ein super „EinsteigerKind“ bekommen. Nach 6 Wochen schlief sie, mit Ausnahmen, durch und war einfach Pflegeleicht. Wir sind also absolut verwöhnt. Derzeit gehen wir – ganz naiv – davon aus, dass es wieder so sein wird. Das bedeutet für uns, dass wir einen Horizont am Himmel sehen und uns schon bald wieder auf ruhige und lange Nächte freuen können.

Tagsüber wird man gut gefordert, solange man aber wenigstens ausgeschlafen ist sind die Aufgaben ganz gut zu bewältigen. Am Anfang hält sich das ja alles noch in Grenzen. Die Bedürfnisse begrenzen sich ja zum Glück auf Schlafen – Essen – Windelwechseln. Meine Frau übernimmt das Stillen und ich das Wickeln. Später kann ich auch die Flasche geben. Wobei wir wohl von Anfang an wieder zufüttern werden. Danach kann ich mich mit J. J. beschäftigen.

So also die Idealvorstellung. Wir hoffen mal, dass sich #2 auch an den Plan hält. Wie es am Ende dann tatsächlich kommt, werde ich in meinem Blog berichten.

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